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Valencia Klartext
Der Klartext-Report
Ausgabe 5 · Donnerstag, 21. Mai 2026
Renta-Deadline rückt näher · ITP & Erbschaftssteuer ändern sich ab 1. Juni · Relay Attack: neue Betrugsmasche per Bankanruf
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Liebe Leserinnen und Leser,
diese Ausgabe ist eine mit echten Fristen und echtem Geld. Die Renta-Kampagne läuft seit April – aber jetzt, sechs Wochen vor dem Ende, wird es konkret. Wer die Steuererklärung noch vor sich hat: Seit 29. April können Telefontermine beim Finanzamt gebucht werden, ab 29. Mai dann auch Präsenztermine.
Der 1. Juni bringt gleich zwei gute Nachrichten für alle, die Immobilien oder Vermögen in der Familie halten: Die Grunderwerbsteuer sinkt – und erstmals profitieren auch Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten von einer Vergünstigung bei der Erbschaftssteuer. Wer plant, sollte den Notartermin bewusst danach legen.
Im Sicherheitsblock geht es um eine Betrugsmasche, vor der meine eigene Bank gerade warnt – die sogenannte Relay Attack. Bitte lesen, und gerne an ältere Familienmitglieder weitergeben.
Außerdem in dieser Ausgabe: Wohnmobilisten aufgepasst – die DGT hat Parken und Campen klar neu geregelt. Und wer beim nächsten Arztbesuch oder SIP-Antrag plötzlich eine blaue Gesundheitskarte bekommt: kein Fehler. Valencia stellt auf ein neues Design um.
Bis nächste Woche, Daniela
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Das Wichtigste in Kürze
Diese Woche auf einen Blick
Renta 2025: Noch 40 Tage bis zur Abgabefrist am 30. Juni. Wer Steuern zahlt und per Bankeinzug domizilieren möchte, hat bis zum 25. Juni Zeit. Telefontermine bei der Agencia Tributaria sind seit 29. April buchbar, Präsenztermine ab 29. Mai.
ITP sinkt ab 1. Juni: Die Grunderwerbsteuer in der Comunitat Valenciana fällt bei gebrauchten Immobilien von 10 % auf 9 %. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro spart man 4.000 Euro – aber nur, wenn der Notartermin nach dem 1. Juni liegt.
Erbschaftssteuer ab 1. Juni: Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten profitieren in der Comunitat Valenciana erstmals von einer 25-%-Vergünstigung bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer; ab 2027 werden daraus 50 %.
Autónomos-Beiträge 2026: Die Beitragstabelle bleibt eingefroren. Nur der MEI-Aufschlag steigt leicht von 0,8 % auf 0,9 %. Für die meisten bedeutet das zwischen 65 Cent und rund 2 Euro mehr pro Monat.
Relay Attack: Kriminelle rufen als vermeintliche Bank an und bitten, die Karte ans Handy zu halten. Wer das tut, gibt Zahlungsdaten in Echtzeit weiter. Details und Schutzmaßnahmen im Sicherheitsblock.
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Fristen
Kommende Deadlines
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1. Juni 2026 · ITP-Senkung & Erbschaftssteuer-Vergünstigung treten in Kraft
Grunderwerbsteuer 9 % bei gebrauchten Immobilien; 25-%-Vergünstigung für Geschwister & weitere Verwandte bei Erbschaft/Schenkung. Wichtig: Notartermin muss nach diesem Datum liegen. · 🏠 Immobilienbesitzer & Familien
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25. Juni 2026 · Renta 2025 – Letzter Tag zur Domizilierung der Zahlung
Wer seine Steuerschuld per Bankeinzug begleichen möchte, muss die Erklärung bis zu diesem Datum einreichen. · 🏠 💼 👴 Alle Steuerpflichtigen
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30. Juni 2026 · Renta 2025 – Abgabefrist Einkommensteuererklärung
Letzter Tag der Kampagne – Abgabe per Internet, Telefon oder persönlich in der Behörde. · 🏠 💼 👴 Alle Steuerpflichtigen
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★ Hauptthema · Steuern & Behörden · 🏠 💼 👴
Renta 2025: Was du in den nächsten 40 Tagen nicht verpassen solltest
Die Einkommensteuerkampagne für das Steuerjahr 2025 läuft seit dem 8. April. Bis zum 30. Juni 2026 können alle Steuerpflichtigen ihre Erklärung einreichen – online, telefonisch oder persönlich in einer Außenstelle der Agencia Tributaria.
Wichtig für alle, die zahlen müssen: Wer seine Steuerschuld per Bankeinzug begleichen möchte, muss die Erklärung bereits bis zum 25. Juni einreichen. Das Finanzamt bucht dann am 30. Juni automatisch ab. Wer diesen Termin verpasst, kann zwar noch bis 30. Juni einreichen, muss aber selbst überweisen.
Neu in diesem Jahr: Renta Directa. Die Agencia Tributaria bietet erstmals eine sofortige Einreichung an – ohne Wartezeiten und ohne den bisherigen mehrstufigen Prozess. Wer ein Certificado Digital oder eine Cl@ve-PIN hat, kann die Erklärung direkt absenden. Ein weiterer Grund, den digitalen Zugang zu den Behörden zu haben – genau das Thema der nächsten Session am 28. Mai.
Für alle ohne digitalen Zugang: Die Agencia Tributaria begleitet die Erklärung auch telefonisch. Termine dafür können seit dem 29. April gebucht werden, der Telefonservice läuft bereits. Wer die Erklärung persönlich in einer Außenstelle machen möchte, kann ab 29. Mai einen Termin buchen; der persönliche Service beginnt am 1. Juni.
Wer muss erklären? Residenten mit Einkünften über 22.000 Euro aus einem einzigen Arbeitsverhältnis, über 15.000 Euro bei mehreren Einkunftsquellen sowie alle Selbstständigen. Rentner, die eine deutsche Rente beziehen und gleichzeitig in Spanien steuerpflichtig sind, sollten ihre Situation prüfen – das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Spanien regelt, welcher Staat welche Einkünfte besteuern darf.
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Was du jetzt tun kannst
1. Prüfe, ob du erklärungspflichtig bist. Bei Unsicherheit: Gestoría oder Steuerberater kontaktieren – lieber jetzt als nachher unter Zeitdruck.
2. Du weißt, was du tun musst und hast Cl@ve oder Certificado Digital? Dann jetzt unter sede.agenciatributaria.gob.es einloggen und den Entwurf (Borrador) prüfen.
3. Kein digitaler Zugang? Möglichst früh Termin für Telefon- oder Präsenzberatung buchen – ebenfalls über das Online‑Portal der spanischen Steuerbehörde oder unter der Rufnummer 91 553 00 71.
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Immobilien & Recht · 🏠
Grunderwerbsteuer sinkt: Ab 1. Juni 9 % in der Comunitat Valenciana
Ab dem 1. Juni 2026 sinkt der ITP (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales, Grunderwerbsteuer auf gebrauchte Immobilien) in der Comunitat Valenciana von 10 % auf 9 %. Gleichzeitig sinkt die Urkundensteuer AJD (Actos Jurídicos Documentados) von 1,5 % auf 1,4 %. Grundlage ist das Regionalgesetz 5/2025. Nur bei Kaufpreisen über einer Million Euro bleibt der Satz bei 11 %.
Warum relevant? Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro sind das 4.000 Euro weniger Steuer. Bei 600.000 Euro sogar 6.000 Euro. Die Ersparnis entsteht automatisch – vorausgesetzt, der Notartermin liegt nach dem 1. Juni.
Was kannst du tun? Wer einen Notartermin für Mai hat und noch verschieben kann: gemeinsam mit dem Anwalt prüfen, ob eine Verlegung auf nach dem 1. Juni möglich und sinnvoll ist. Wer gerade ein Kaufangebot aushandelt: Reservierungsverträge (Contrato de Arras) binden noch nicht an ein Notardatum – das gibt Spielraum.
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Immobilien & Recht · 🏠 👴
Erbschaftssteuer: Ab 1. Juni profitieren auch Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten
Bisher galt die 99-%-Befreiung bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer (Impuesto sobre Sucesiones y Donaciones, ISD) in der Comunitat Valenciana nur für direkte Verwandte – Ehepartner, Kinder, Eltern. Ab dem 1. Juni 2026 ändert sich das: Auch Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten erhalten erstmals eine Vergünstigung von 25 % auf die Steuer. Ab 1. Juni 2027 steigt diese auf 50 %. Grundlage ist dasselbe Regionalgesetz 5/2025, das auch die ITP-Senkung regelt.
Warum relevant? Wer Immobilien oder Ersparnisse an entferntere Familienmitglieder übertragen will, zahlt bisher oft empfindlich hohe Steuern. Mit der neuen Vergünstigung lohnt es sich, einen geplanten Übertragungs- oder Schenkungstermin auf nach dem 1. Juni zu legen.
Praktisches Beispiel: Eine Tante vererbt ihrer Nichte eine Wohnung in Alicante im steuerlichen Wert von 200.000 Euro. Bei einem Steuerbetrag von angenommen 30.000 Euro spart die Nichte ab Juni 2026 rund 7.500 Euro – ab Juni 2027 sogar 15.000 Euro.
Was kannst du tun? Wer Übertragungen an Verwandte zweiten oder dritten Grades plant, sollte den Termin bewusst nach dem 1. Juni legen und den Vorgang von einem Abogado oder einer Gestora begleiten lassen. Die Vergünstigung gilt nur bei Formalisierung per Escritura Pública (notarielle Urkunde) – ein formloses Versprechen reicht nicht.
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Steuern & Behörden · 💼
VERI*FACTU: Pflicht für Autónomos kommt – aber später als geplant
Nach aktueller Rechtslage müssen Selbstständige (Autónomos) und Kleinunternehmen in Spanien ab dem 1. Juli 2027 VERI*FACTU-konforme Software für die Rechnungsstellung verwenden. Das System stellt sicher, dass jede Rechnung mit einem QR-Code, einer digitalen Signatur und einem einzigartigen Register versehen wird – und direkt von der Agencia Tributaria verifizierbar ist.
Warum relevant? Rechnungsprogramme ohne VERI*FACTU-Zertifizierung sind mit Beginn der Pflicht nicht mehr zulässig. Wer dann weiter mit nicht-konformer Software arbeitet, riskiert Bußgelder. Bis zum Starttermin ist eine Übergangsphase vorgesehen – wer sich aber nicht vorbereitet und zum Stichtag noch keine konforme Software hat, profitiert davon kaum.
Was kannst du tun? Prüfe, ob dein Rechnungsprogramm VERI*FACTU-kompatibel ist. Viele gängige Anbieter wie Holded, Quipu, Billin oder FacturaDirecta bieten bereits angepasste Lösungen an. Frage deinen Anbieter direkt – oder wende dich an deine Gestoría, um rechtzeitig auf eine passende Lösung umzusteigen.
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Steuern & Behörden · 💼
Autónomos-Beiträge 2026: Eingefroren – aber der MEI steigt leicht
Ursprünglich waren für 2026 deutlich höhere Sozialversicherungsbeiträge für Selbstständige erwartet worden. Die Regierung hat jedoch per Real Decreto entschieden, die Beitragstabelle und Einkommensstufen aus 2025 unverändert zu übernehmen. Die monatlichen Beiträge liegen weiterhin je nach Nettoeinkommen zwischen 200 und 590 Euro.
Einzige Änderung: Der sogenannte MEI (Mecanismo de Equidad Intergeneracional), ein Aufschlag für den Rentenfonds, steigt von 0,8 % auf 0,9 % der Bemessungsgrundlage. In der Praxis bedeutet das je nach Einkommensstufe zwischen 65 Cent und rund 2 Euro mehr pro Monat – keine böse Überraschung auf der Beitragsrechnung.
Was kannst du tun? Prüfe auf deinem nächsten Beitragsbescheid (Recibo de cuota), ob der neue MEI-Satz von 0,9 % korrekt ausgewiesen ist. Bei Fragen wende dich an deine Gestora oder direkt an die Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS).
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Reise & Mobilität · ✈️ 🏠
Wohnmobil-Regeln 2026: DGT zieht die Linien klarer
Mit der neuen Instrucción PROT 2026/04 hat die DGT (spanische Verkehrsbehörde) die Regeln für Wohnmobile und Camper aktualisiert. Die wichtigste Klarstellung: Parken ist nicht Campen. Solange dein Wohnmobil wie ein normales Fahrzeug steht – keine Markise, keine Stützen, kein Tisch draußen, keine Flüssigkeiten nach außen –, darfst du überall dort parken, wo es auch für andere Fahrzeuge erlaubt ist. Gemeinden dürfen das Parken zeitlich begrenzen, aber nicht allein wegen des Fahrzeugtyps generell verbieten.
ITV-Fristen neu geregelt: Klassische Wohnmobile (Typ M1) müssen ab 4 Jahren alle 2 Jahre zur ITV (spanischer TÜV), ab 10 Jahren jährlich. Umgebaute Transporter und Van-Camper (Typ N1) dagegen schon ab dem ersten Jahr jährlich – und ab 10 Jahren sogar alle 6 Monate. Wer einen umgebauten Transporter fährt, sollte prüfen, wie sein Fahrzeug in den Papieren eingetragen ist. Neue Schilder vom Typ S-128 markieren künftig offizielle Stellplätze mit Ver- und Entsorgung.
Was kannst du tun? Prüfe den Fahrzeugtyp in deinen Papieren (Permiso de Circulación) und gleiche die ITV-Frist ab. Bei Unklarheit hilft eine Gestoría oder direkt die DGT-Website unter dgt.es.
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Reise & Mobilität · ✈️ 🌍
DGT: 15 neue mobile Radare vor dem Sommer
Die DGT (Dirección General de Tráfico) setzt noch vor dem Sommer 15 neue mobile Radargeräte ein. Die Geräte arbeiten mit Lasertechnologie, messen auf über einem Kilometer Entfernung, sind für herkömmliche Radarwarner unsichtbar und können bis zu 20 Verstöße pro Minute registrieren – auch nachts und in bis zu sechs Fahrspuren gleichzeitig. Zusätzlich rollt die DGT auf Carril-VAO-Strecken (Fahrgemeinschaftsspuren) neue KI-Kameras aus, die prüfen, ob ein Fahrzeug tatsächlich mehrfach besetzt ist.
Warum relevant? Auf beliebten Strecken wie der N-332, der A-7 und der AP-7 ist mit verstärkten Kontrollen vor der Sommersaison zu rechnen. Die Bußgelder in Spanien sind empfindlich: Handy am Steuer kostet 200 Euro und 6 Punkte, Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 600 Euro.
Was kannst du tun? Radarwarner sind in Spanien verboten und kosten selbst 500 Euro Strafe. Die einzige zuverlässige Methode: Tempo halten, Handy weglegen und relaxed fahren – besonders auf den Strecken von Valencia und Alicante in Richtung Süden.
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Gesundheit & Soziales · 👴 🏠 💼
Neue SIP-Karte: Blau ist das neue Rot
Die Generalitat Valenciana führt schrittweise eine neue Version der Tarjeta SIP (Gesundheitskarte der Comunitat Valenciana) ein. Die seit über 40 Jahren bekannte rote Karte wird durch ein blaues Modell ersetzt. Funktion und Rechte bleiben identisch – die Änderung betrifft ausschließlich das Design und die Lesbarkeit der aufgedruckten Daten.
Warum relevant? Wer beim nächsten Arztbesuch, im Centro de Salud oder beim Neuantrag plötzlich eine blaue Karte bekommt, muss sich keine Sorgen machen. Alte Karten behalten vorerst ihre Gültigkeit – bei Neuausstellung oder Ersatzantrag erhältst du automatisch das neue Design.
Was kannst du tun? Nichts – außer Bescheid wissen. Deine alte rote SIP-Karte funktioniert weiterhin. Wer seine Karte verloren hat oder eine neue braucht, wendet sich an das zuständige Gesundheitszentrum (Centro de Salud).
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Globaler Radar · 🌍
Im großen Bild – was die Welt bewegt
EZB hält Zinsen – aber die Unsicherheit wächst
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Ende April beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Der Einlagensatz bleibt bei 2,00 %, der Euribor (Referenzzins für viele spanische Hypotheken) liegt bei rund 2,2 % (3 Monate) bzw. 2,9 % (12 Monate). Die Inflation in der Eurozone lag zuletzt bei 3,0 % – deutlich über dem EZB-Ziel von 2,0 %.
Was bedeutet das für dich in Valencia/Costa Blanca? Wer eine variable Hypothek hat, profitiert derzeit von stabilen Monatsraten. Aber: Die Märkte erwarten für die EZB-Sitzung am 11. Juni eine mögliche Zinserhöhung. Wer noch zwischen variablem und festem Zins wechseln möchte, sollte das jetzt mit seiner Bank besprechen.
Zeithorizont: In den nächsten Monaten beobachten · Nächste EZB-Entscheidung: 11. Juni 2026
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🔐 Sicherheit & Betrug
Was du diese Woche wissen musst
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Thema der Woche
Relay Attack: Kriminelle nutzen deine Bankkarte – während du telefonierst
Spanische Banken warnen derzeit verstärkt vor der sogenannten Relay Attack – einer Betrugsmasche, die die kontaktlose Zahlungsfunktion (Contactless/NFC) von Bankkarten ausnutzt. Das Tückische: Du musst weder auf einen Link klicken noch deine PIN verraten. Die Täter nutzen ein technisches Verfahren – und dein Vertrauen.
So funktioniert es: Du erhältst einen Anruf von einer Person, die sich als Bankmitarbeiter ausgibt. Sie behauptet, es gebe ein dringendes Problem mit deinem Konto – eine verdächtige Transaktion, eine Sperrung, ein Sicherheitscheck. Die „Lösung" klingt harmlos: Du sollst deine Karte ans Handy halten, um die Transaktion zu „validieren" oder zu „blockieren". Doch das ist keine Verifikation. Durch das Annähern der Karte übertragen die NFC-Chips deiner Karte die Zahlungsdaten in Echtzeit an die Täter – die in diesem Moment andernorts mit deinen Daten bezahlen.
Warum das besonders gefährlich ist: Der Betrug passiert ohne Schadsoftware, ohne Datenleck und ohne offensichtlichen Fehler deinerseits. Die Karte bleibt bei dir, es gibt keinen verdächtigen Link. Das macht die Masche schwer zu erkennen – und besonders wirksam bei älteren oder weniger technikaffinen Personen.
In einer technisch aufwendigeren Variante setzen die Täter zusätzlich Android‑Schadsoftware ein, die NFC‑Daten abfangen und in Echtzeit an ein Gerät der Täter weiterleiten kann – selbst wenn du Hunderte Kilometer entfernt bist. Auch diese Apps werden in der Regel nicht über die offiziellen App‑Stores verteilt, sondern per SMS, WhatsApp oder Telefonanruf als angebliche „Bank‑App“ untergeschoben.
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Aktuelle Bedrohungen
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Android-Betrug mit Bankkarten
Sicherheitsforscher berichten über neue Android‑Schadsoftware, die speziell auf NFC‑Relay‑Angriffe ausgelegt ist. Typisches Muster: Die Täter geben sich als Bank aus, drängen zur Installation einer „Sicherheits‑App“ und bitten dann, die Bankkarte ans Handy zu halten. Kombination aus Social Engineering und Technik – genau dieselbe Logik wie bei der Relay Attack am Telefon.
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KI-Phishing auf Rekordhoch
Laut aktuellen Studien basieren rund 86 % aller Phishing-Angriffe auf generativer KI. Betrugs-E-Mails und -Nachrichten sind kaum noch an Formulierungsfehlern erkennbar. Jeder neunte Internetnutzer wurde im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität – besonders betroffen: Online-Banking-Betrug und Fremdzugriffe auf Online-Konten.
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Was du jetzt tun kannst
1. Halte deine Karte niemals ans Handy, wenn dich jemand am Telefon dazu auffordert – auch nicht, wenn er behauptet, von deiner Bank zu sein. Keine Bank arbeitet so.
2. Installiere keine Apps, die dir per Telefon, SMS oder WhatsApp empfohlen werden – egal wie offiziell sie klingen. Lade Apps ausschließlich aus den offiziellen App-Stores.
3. Wenn du unsicher bist: Leg auf und ruf deine Bank selbst an – über die Nummer auf der Rückseite deiner Karte oder auf der offiziellen Website, nie über eine Nummer aus einer SMS oder aus dem Anruf.
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Schnupper-Session · Donnerstag, 28. Mai 2026 · 16:30 Uhr
Certificado Digital: Dein Generalschlüssel zur spanischen Bürokratie
Mit Julian Garcia-Lavernia Elsener · Steuerberater, Inhaber Kanzlei Garcia Elsener, spezialisiert auf internationales Steuerrecht
Spaniens Behörden stellen massiv auf digital um. Ohne funktionierendes Certificado Digital oder Cl@ve stehst du vor verschlossenen virtuellen Türen – bei der Steuererklärung, bei der Sozialversicherung, beim Gesundheitssystem. Viele scheitern nicht am System, sondern an vermeidbaren technischen Fehlern: falscher Browser, abgelaufene Zertifikate, Namens-Diskrepanzen zwischen NIE und Reisepass. Julian Garcia-Lavernia Elsener erklärt, worauf es ankommt – mit Praxisbezug zur Comunidad Valenciana und Zeit für deine konkreten Fragen.
Online · ca. 45 Min. Vortrag + 30 Min. Fragerunde · Deutsch · Begrenzte Plätze
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Die Inhalte des Klartext-Reports dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Besser resilient als nur resident.
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